Februar-Abend-Anlass - Besichtigung des Bürgerspital Solothurn

Autor:in: Sandra Ungerer

Donnerstag, 19.02.2026

Am Februar-Abend-Anlass nutzen 15 JCI Mitglieder die Gelegenheit, einen besonderen Einblick in das Bürgerspital Solothurn zu erhalten. Empfangen wurden wir herzlich durch den Standortleiter des Bürgerspital Dieter Hänggi sowie durch unsere JCI Präsidentin der LOM Olten und Ressortleiterin Pflege, Sandra Ungerer. Schnell war spürbar: Hier schlägt das Herz eines Spitals mit Tradition und Zukunft zugleich.

Das Bürgerspital Solothurn verfügt über rund 240 stationäre Betten und trägt als öffentliches Akutspital die zentrale Verantwortung für die medizinische Grundversorgung der Region – mit gesetzlicher Aufnahmepflicht. Entsprechend hoch ist die Auslastung. Allein im Jahr 2025 wurden rund 16'000 stationäre sowie 30'000 Notfallpatientinnen und -patienten betreut. Ein Budget von rund 300 Millionen Franken und 1400 Mitarbeitenden aus über 46 Nationen unterstreichen die beeindruckende Grösse und Vielfalt dieses Hauses.

Medizinisch bietet das Bürgerspital ein umfassendes, regional verankertes Leistungsspektrum, das alle nicht-universitären Fachbereiche abdeckt – von der Notfallversorgung über spezialisierte Zentren bis zur Geburtshilfe. Dank dieser breiten fachlichen Abdeckung und interdisziplinären Zusammenarbeit gewährleistet das Spital eine hochwertige, patientennahe Versorgung für die Bevölkerung der Region Solothurn.

Unter der Leitung von Standortleiter Dieter Hänggi erlebten wir eine eindrückliche Führung entlang des realen Patientenpfads. Vom Eintritt in die Notfallstation bis zur Intensivversorgung über die Bettenstation folgten wir Schritt für Schritt dem Weg eines Notfallpatienten: Wir besichtigten eine der 14 identisch nach Lean-Prinzip eingerichteten Notfallkojen, einen der drei Schockräume, die Radiologie mit direktem Zugang aus dem Schockraum, das Herzkatheterlabor, den Aufwachraum sowie den OP-Umbette-Bereich. Weiter ging es in einer Koje der Intensivstation. Mit klar strukturiertem Priorisierungssystem sichern eine Versorgung auf höchstem Niveau. Kurze Wege, präzise Abläufe und perfekt abgestimmte Prozesse – hier greift alles nahtlos ineinander. Als letzten Programmpunkt besichtigten wir eine Bettenstation mit moderner Infrastruktur. Was auf den ersten Blick ruhig und selbstverständlich wirkt, ist das Resultat durchdachter Planung und kontinuierlicher Optimierung.

Die Mitarbeitenden des Bürgerspitals begleiten jährlich rund 880 Geburten und etwa 1'100 Todesfälle. Diese Zahlen machen eindrücklich sichtbar, wie nahe Freude und Abschied, Anfang und Ende hier beieinanderliegen – und wie zentral dieses Spital für die Menschen der gesamten Region ist.

Unser Besuch hat gezeigt: Das Bürgerspital Solothurn ist weit mehr als eine Gesundheitsinstitution mit moderner Infrastruktur. Es ist ein Ort der Begegnung, der Professionalität und der Menschlichkeit – getragen von engagierten Mitarbeitenden und einer starken, interdisziplinär gewachsenen Kultur.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein feines Apéro, frisch in der hauseigenen Spitalküche zubereitet. In entspannter Atmosphäre wurden zahlreiche interessante Fragen vertieft, Eindrücke ausgetauscht und der persönliche Dialog weiter gepflegt – ein gelungener Ausklang eines ebenso informativen wie eindrücklichen Abends.